

Im Jahr 2000 wurde der Umbau des Frankenstadions bei laufendem Spielbetrieb beschlossen, um zur Fußballweltmeisterschaft 2006 über eine Spielstätte mit rund 45 000 überdachten Sitzplätzen zu verfügen. Konzeptionell lehnt sich die Aufstockung der Ränge der Nordwest- und der Südwestkurve an die Gestaltung der Bestandstribünen sowie des Daches an.
Ein neues Funktionsgebäude, das „Haus des Sports“, wurde unmittelbar an die denkmalgeschützte Haupttribüne im 1. Obergeschoss angeschlossen, so dass die Fassade in der bestehenden Form erhalten blieb. Weiterhin wurden die Funktionsbereiche im Stadion neu geordnet und die Haupttribüne um einen Pressebereich mit 3 500 Sitzplätzen und VIP-Logen erweitert. Der Stadienumbau in Nürnberg blieb vor allem durch die Beibehaltung der oktogonalen Stadionform bei der WM 2006 im Gedächtnis der Besucher haften und ist eines der wenigen Universalstadien, welches auch für Fußballereignisse hervorragend geeignet ist.