Das Entwurfskonzept fokussiert sich auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Kindern mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen. Auf einem gemeinsamen Campusareal liegen die Montessori-Schule, für Kinder mit geistiger Behinderung, im Osten sowie die Anne-Frank-Schule, spezialisiert auf Kinder mit körperlicher Behinderung, im Westen. Beide Bereiche orientieren sich zu einer gemeinsamen Mitte mit Mensa, Sporthalle und Kreativhaus, die den Austausch stärkt und klare Orientierung bietet.
Beide Schulen ermöglichen sowohl gemeinsames, wie auch individuelles Lernen. Jeweils gruppiert um einen Lichthof, bilden zwei Cluster auf einem Geschoss jeweils ein "Lernhaus". Ein differenziertes Farb- und Materialkonzept unterstützt die Orientierung: Grün prägt die Montessori-Schule, die Anne-Frank-Schule erhält einen warmen Rotton. Die gemeinschaftlichen Gebäude sind in Holz- und Naturfarben gestaltet und werden als verbindendes Element wahrgenommen.
Der zentrale Campusbereich verbindet die beiden Schulen und schafft mit Vorplätzen, Terrassen und Aufenthaltsflächen einen lebendigen Ort für Begegnung. Baumstrukturen fassen das Gelände ein und der renaturierte Röthenbach in der Mitte des Areals bildet ein wichtiges Element des Freiraums, der nicht nur für Schüler, sondern auch für Bewohner der Umgebung zugänglich ist.
Visualisierungen: © Flooer


