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Hochhaus Goldbeck Bielefeld

Vom Campus in die Vertikale

Das kompakte Hochhaus verbindet systematische Planung mit individueller Architektur. Die Transformation vom flächigen zum vertikalen Campus wird nicht nur funktional gelöst, sondern räumlich erfahrbar gemacht. Kommunikationszonen, flexible Strukturen und eine prägnante Fassadengestaltung greifen ineinander und schaffen ein Gebäude, das Austausch fördert, Orientierung gibt und den Campus in die Zukunft weiterführt.

Vertikale Campusidee mit spiralförmig verbundenen Kommunikationsbereichen 


Dreigeschossige Clusterstruktur für kurze Wege und informellen Austausch 


Flexibles Nutzungskonzept von Activity-Based Working bis Boardinghouse 


Effizienter Systembau als konstruktiver Rahmen und Ausdruck der Goldbeck Identität


Gestaltete Individualisierung durch bewusste gestaltete Brüche mit dem System

Im Inneren prägt eine durchgehende räumliche Sequenz aus Kommunikationsbereichen das Gebäude, gegliedert in dreigeschossige Cluster. Diese sind über offene Treppen in den Gebäudeecken miteinander verbunden und entwickeln sich als spiralförmige Bewegung vom Erdgeschoss bis zur Dachterrasse. Die Abfolge, die auch in der Fassade ablesbar ist, schafft Orte für Begegnung, Austausch und informelle Zusammenarbeit.  

Das Gebäude basiert auf dem Goldbeck-Systembau, der als konstruktiver Rahmen dient und durch die Zulassung des „Office 321“-Systems erstmals in die Hochhausdimension übertragen wird. Erdgeschoss, Dachgeschoss und Teile der Fassade lösen sich aus der Systemlogik heraus. Hier entstehen die prägenden Räume des Gebäudes, die nicht der Wiederholung folgen, sondern spezifisch auf Nutzung und Ort reagieren. Die Büroflächen lassen unterschiedliche Nutzungsformen zu, vom Activity-Based-Working über Bereiche für die Geschäftsleitung bis zu Boardinghouse-Einheiten.  

Das großzügig verglaste, zweigeschossige Foyer verbindet den bestehenden Firmen-Campus mit dem Hochhaus als vertikale Campus-Erweiterung. Hier setzt sich die Landschaft des Campus im Innenraum fort. Eine bepflanzte Insel und eine Sitztreppe verbinden Eingang und Konferenzbereich. Der Übergang zwischen Außenraum und Gebäude wird als zusammenhängender Raum gedacht, der Bewegung, Aufenthalt und Austausch zugleich ermöglicht. 

Die kommunikative Logik setzt sich über die Geschosse hinweg fort und mündet in der Dachterrasse als obersten Baustein des vertikalen Campus. Die Begrünung, die im Foyer beginnt, wird bis in die Höhe geführt und findet hier ihren Abschluss in einem offenen windgeschützten Freiraum mit Sky Lounge und Ausblicken über den Goldbeck-Campus, sowie Umgebung.

Der kleinteilig rhythmisierte Bereich der Fassade wird im wirtschaftlichen Systembau mit modularen Fassadenelementen und dreidimensional gekanteten Aluminiumelementen ausgeführt. Gleichzeitig entstehen im Bereich der Kommunikationszonen eigenständige offene Fassadenbereiche mit vorgelagerten Prallscheiben, die bewusst vom System abweichen und den Charakter des Gebäudekonzeptes nach außen abbilden. Standardisierung und Individualisierung greifen ineinander und übersetzen die Verbindung von Systembau und architektonischer Eigenständigkeit in ein konsistentes Fassadenbild. 

Positioniert am nördlichen Rand des Areals definiert der Neubau einen Auftakt des Campus. Gegenüber der bestehenden Systemhalle entsteht ein klar gefasster Vorplatz, der Orientierung schafft und beide Gebäude miteinander verknüpft. Die quadratische Grundform greift bewusst die Typologie des historischen Goldbeck-Hauses von 1974 auf und verankert den Neubau im bestehenden Kontext. 

Projekt
Hochhaus Goldbeck
Ort
Bielefeld
Auftraggeber
Goldbeck
BGF
9.000m²
Wettbewerb
2026