
Hochschule für Musik und Tanz Köln

Dialog mit Raum und Rhythmus
Mit der Erweiterung des Standorts im Kölner Kunibertsviertel entsteht ein Campus, der die damit größte deutsche Musikhochschule in die Zukunft führt. Der Neubau verbindet die Anforderungen einer modernen Ausbildung in Musik und Tanz mit einer einladenden, urbanen Geste: ein Ort für Studierende, Lehrende und die Öffentlichkeit.
Skulpturaler Neubau und Revitalisierung eines denkmalgeschützten Bestandsgebäudes
Erweiterung zum offenen Campus mit neuen öffentlichen Stadträumen
Konzertsaal für 336 Gäste und zwei kombinierbare Tanzsäle mit Tribünenplätzen
Big Open BIM Pilotprojekt mit visualisierter Abrissplanung im Bestand
Der Campus öffnet sich zur Stadt und schafft neue Orte der Begegnung. Ein grüner Innenhof und ein Vorplatz mit gläsernem Foyer vernetzen das Areal und laden zum Verweilen ein. Große Öffnungen markieren die Tanzsäle und lassen die Nutzung im Stadtraum sichtbar werden. Die Architektur wird zum kommunikativen Bindeglied zwischen Hochschule und urbanem Umfeld.
Die vorgefertigte, perforierte Metallhülle (Fassade) des Neubaus greift die Analogie zu den Lochkartenmustern früher elektronischer Speichermedien auf. Sie schafft von innen Ausblicke und Verbindung zum Außenraum, während der Blick von außen wie durch einen Vorhang gefiltert wird. Dieses Wechselspiel erzeugt eine Lichtdramaturgie, die dem Gebäude im Tagesverlauf ein sich wandelndes Erscheinungsbild verleiht. In den Abendstunden leuchtet das Gebäude von innen heraus.
Im Inneren prägen helle Holzoberflächen die öffentlichen Bereiche, während der Konzertsaal mit seiner akustisch wirksamen, mäandrierenden Wandbekleidung aus Holzwerkstoff eine eigene Identität erhält. Die Raum-in-Raum-Konstruktionen und differenzierte Schallschutzmaßnahmen ermöglichen parallele Nutzungen, vom Balletttraining bis zur Orchesterprobe.
Obwohl die Nutzung eines Building Information Modellings ursprünglich im Projektablauf nicht vorgesehen war, wurden die Mehrwerte durch HPP frühzeitig erkannt. Das nahezu hundertjährige Bestandsgebäude wurde zunächst vollständig in BIM nachmodelliert. Auf dieser Grundlage erfolgte ein virtueller Abriss. Dadurch konnten Problemstellen frühzeitig identifiziert und die optimale Durchführung des realen Rückbaus sichergestellt werden, bevor im finalen BIM Modell Bestand und Neubau integriert wurden.
- Projekt
- Hochschule für Musik und Tanz
- Ort
- Köln
- Auftraggeber
- Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Köln
- BGF
- 15.900 m²
- Planung
- 2018
- Nutzung
- Konzertsaal, Tanzsäle, Unterrichts- und Proberäume, Bibliothek, Verwaltung, Kita, Cafeteria
