
Südliches Überseequartier Hamburg

Integrativer Masterplan für ein lebendiges Quartier
Das Südliche Überseequartier versteht sich als Antwort auf die Frage, wie ein urbaner Raum heute funktionieren muss, um vielfältige Nutzungen, Mobilität und gesellschaftliche Interaktion selbstverständlich miteinander zu verbinden. Die Aufgabe als integrativer Masterplaner bestand darin, vierzehn Gebäude, zahlreiche Nutzungscluster und die Anforderungen eines neuen urbanen Zentrums in der HafenCity so zu koordinieren, dass daraus ein konsistentes, lebendiges und stadträumliches integriertes Quartier entsteht.
40 Prozent Erweiterung der Hamburger Innenstadt durch die Entwicklung der HafenCity: das Südliche Überseequartier bildet dabei das kommerzielle Pendant zur Hamburger City im Hafen
Mixed-Use-Quartier für Arbeiten und Leben, mit Kultur- und Freizeitangeboten sowie Gastronomie und Retail sowie Kreuzfahrtterminal
14 Gebäude mit insgesamt rund48.000 m² Bürofläche, 820 Hotelzimmern, 550 Wohneinheiten, 170 Shops, Restaurants and Cafés und 2.280 Sitzen in einem Multiplex Kino
10 Architekturbüros waren an der Planung beteiligt, HPP hat als integrativer Masterplaner alle planerischen Aufgaben zu einem urbanen Ganzen zusammengeführt
Umfassende Nachhaltigkeitszertifizierungen, darunter eines der ersten Großprojekte mit DGNB‑Zertifizierung für nachhaltige Baustellen
Mit der Entwicklung der HafenCity wächst die Hamburger Innenstadt historisch einmalig um 40 Prozent. Dieser Prozess ordnet die Stadt räumlich wie funktional neu. Das Südliche Überseequartier bildet den zentralen Baustein dieser Transformation. Als kommerzielles Zentrum der HafenCity positioniert es sich zwischen Elbe, Speicherstadt und Innenstadt. Es verbindet diese Schichten durch Wegeführungen, Blickachsen und ein dichtes Gefüge unterschiedlicher Nutzungen als ein öffentlicher Raum, der Besucherinnen und Besucher ebenso anzieht wie Bewohnerinnen und Bewohnern neunen Lebensmittelpunkt schafft.

Das Südliche Überseequartier vereint unterschiedliche Nutzungen in einem eng verzahnten städtebaulichen Gefüge. Wohnen, Arbeiten, Einzelhandel, Gastronomie, Kultur, Freizeitangebote und Kreuzfahrtterminal greifen räumlich ineinander und erzeugen eine durchgängige Belebung des öffentlichen Raums. Diese Vernetzung der Funktionen unterstützt kurze Wege im Sinne einer „15Minute City“, stärkt soziale Interaktionen und macht das Quartier zu einem lebendigen Ort, der über den gesamten Tagesverlauf über aktiv genutzt wird.

Die Lage an der Elbe prägt das Quartier. Öffentliche Wege führen zum Wasser, Plätze öffnen sich zum Hafen, und die Mischung aus maritimer Atmosphäre, kulturellen Einrichtungen und urbaner Dichte schafft ein diverses und lebendiges Umfeld. Das Kreuzfahrtterminal stärkt die internationale Bedeutung des Standorts zusätzlich und macht das Quartier zu einem Ort, der Gäste aus aller Welt empfängt: Shopping, Kultur, Freizeit und Hafenflair verschmelzen zu einer neuen Adresse in Hamburgs Stadtbild.
Der Überseeboulevard bildet die zentrale räumliche Verbindung des Quartiers. Er führt als durchgängige Achse von der Innenstadt bis zur Elbe und macht die verschiedenen Nutzungen im Quartier unmittelbar erlebbar. Seine klare Sequenz aus öffentlichen und halböffentlichen Räumen verknüpft die Gebäude und gibt dem dichten Nutzungsgefüge eine nachvollziehbare Orientierung.
Drei Hotels verteilen sich auf vier Gebäude im Südlichen Überseequartier, sind eng in die städtebauliche Struktur eingebunden und ergänzen das Mixed-Use-Gefüge um unterschiedliche Angebotsstufen vom Upscale- bis zum Economy-Segment. Ihre Lage an den öffentlichen Achsen und Plätzen schafft eine klare Adresse und gewährleistet eine unmittelbare Anbindung an den Überseeboulevard, die U-Bahn und das dichte Fuß- und Radwegenetz. Durch ihre Position in den Blockstrukturen tragen die Hotels zur Belebung der Erdgeschosszonen bei und übernehmen wichtige Funktionen in der räumlichen Orientierung innerhalb des Quartiers.
Alle Gebäude des Quartiers sind nach BREEAM Communities und BREEAM Excellent New Construction zertifiziert. Die meisten Bürogebäude verfügen zusätzlich über eine DGNB‑Gold‑Zertifizierung. Zudem zählt das Südliche Überseequartier zu den ersten Großprojekten mit einer DGNB‑Zertifizierung für nachhaltige Baustellen.
Das Südliche Überseequartier ist ein Projekt mit außergewöhnlicher Komplexität: 14 Gebäude, über zehn Planungsbüros und diverse Nutzungscluster in einem vorgegebenen städtebaulichen Regelwerk. HPP hat das gesamte Quartier als Lead Architect initial und übergeordnet geplant, die Einhaltung der hohen Gestaltungsstandards verantwortet, das Projekt zur Genehmigung und Umsetzung geführt und als Single Point of Contact gegenüber Auftraggeber und Stadt agiert.
Als integrativer Masterplaner hat HPP die unterschiedlichen gestalterischen Qualitäten der einzeln beauftragten Architekturbausteine in die Gesamtplanung überführt. Die Masterplanung strukturiert das Quartier über präzise gesetzte Räume, Wege und Schnittstellen und verbindet die unterschiedlichen Quartierbausteine zu einem klaren, funktionalen und räumlich stimmigen Ganzen. So ist ein Quartier entstanden, das als lebendiger, integrierter Stadtbaustein funktioniert.
„Als integrativer Masterplaner planen wir ganze Quartiere und stellen nicht einzelne Gebäude nebeneinander. Die nachhaltige Wirkung energetischer, ökologischer und funktionaler Synergien ist für uns die zentrale Chance dieses ganzheitlichen Ansatzes.“
Jörn Hermann, Associate Partner HPP
- Projekt
- Südliches Überseequartier
- Ort
- Hamburg
- Auftraggeber
- Unibail-Rodamco-Westfield
- BGF
- 420.000 m²
- Leistungen
- Masterplanung, städtebauliche Koordination, integrative Pla-nung aller Planungsdisziplinen
- Fertigstellung
- 2024
- Nutzung
- Wohnen, Büro, Hotel, Retail, Gastronomie, Kultur, Freizeit, Cruise Terminal
- Auszeichnungen
- MAPIC Award „Best Urban Regeneration Project“ (2025)
- Zertifizierungen
- Alle Gebäude BREEAM Communities und BREEAM Excellent New Construction, Die meisten Bürogebäude zu-sätzlich DGNB‑Gold, DGNB‑Zertifizierung für nachhaltige Baustellen






