
Hochschule Ruhr West Mülheim


Ein lebendiger Stadtbaustein
Die Hochschule Ruhr West ist mehr als ein Bildungsort. Sie ist ein urbaner Baustein, der Lehre sichtbar macht, Räume öffnet und Stadt weiterentwickelt. Als Bindeglied zwischen Gewerbe und Wohnquartier schafft der Campus ein neues Zentrum: belebt, identitätsstiftend und sozial vernetzt.
Ein neuer Campus für Lehre, Forschung und Öffentlichkeit
Vielfältiges Ensemble aus vier Institutsgebäuden, drei Sonderbauten, Parkhaus und großzügigem Freiraum
Ein ehemaliges Bahnareal wird zum Bindeglied zwischen den angrenzenden Wohn- und Gewerbegebieten
Sichtbare Lehre durch transparente Foyers, offene Höfe, Vernetzung mit der Stadt
Die Lage ist geprägt von gegensätzlichen Maßstäben: Gründerzeitliche Wohnhäuser, Industrieanlagen und ein ehemaliges Ausbesserungswerk bilden ein heterogenes Umfeld. Der Campus nimmt diese Körnungen auf, reagiert mit klaren Baukörpern und schafft ein neues städtebauliches Gegenüber. So entsteht ein Ensemble, das sich einfügt und gleichzeitig Orientierung bietet.
Die Hochschule gliedert sich in vier Institutsgebäude und drei zentrale Sonderbauten: Bibliothek, Hörsaalzentrum und Mensa. Die Institutsbauten sind modular gedacht, mit robuster Ziegelsteinfassade und klarer Struktur. Die Zentralgebäude setzen gestalterische Akzente mit keramischen Fassadenelementen und großzügigen Foyers. Das einheitliche architektonische Gesamtbild fügt die unterschiedlichen Hochschulfunktionen gestalterisch differenziert zu einer Einheit zusammen.

Transparente Foyers, durchlässige Höfe und großzügige Raumabfolgen machen die Lehre sichtbar. Die Gebäude öffnen sich zum Campus und zur Stadt, schaffen Blickbeziehungen und Übergänge. Besonders die Mensa inszeniert diese kommunikative Architektursprachemit ihrem auskragenden Speisesaal als Ort der Begegnung.
Die zentralen Gebäude des Campus (Bibliothek, Hörsaalzentrum und Mensa) sind als offene, wandelbare Lernorte konzipiert. Ihre Struktur erlaubt unterschiedliche Nutzungsformate und reagiert auf die Anforderungen eines zeitgemäßen Lehrbetriebs. Großzügige Raumfolgen, klare Erschließung und flexible Grundrisse schaffen eine Umgebung, die konzentriertes Arbeiten ebenso ermöglicht wie informellen Austausch.
Die Institutsgebäude sind so ausgelegt, dass sie auf unterschiedlichste Anforderungen der Lehre und Forschung eingehen. Labore, Seminarräume und Büros lassen sich flexibel kombinieren. Dezentrale Lüftungseinheiten, die direkt unter der Rohdecke platziert sind, ermöglichen auch technisch unkomplizierte Anpassungen oder Erweiterungen. Die Struktur erinnert an klassische Fabrikgebäude: funktional, wandelbar und identitätsstiftend.
- Projekt
- Hochschule Ruhr West
- Ort
- Mülheim an der Ruhr
- Auftraggeber
- BLB NRW
- Partner
- ARGE HPP / ASTOC
- BGF
- 62.500 m²
- Fertigstellung
- 2016
- Nutzung
- Lehre, Forschung, Labor, Bibliothek, Mensa, Hörsaalzentrum, Parkhaus, öffentlicher Raum
- Auszeichnungen
- Auszeichnung guter Bauten 2017 BDA Mülheim, iF-Design Award 2017






Mehr dazu, wie die Innenarchitektur unterschiedliche Lernformen vom konzentrierten Arbeiten bis zur informellen Begegnung unterstützt und wie die Lernwelten das architektonische Konzept im Inneren fortführen: Zu den Lernwelten Hochschule Ruhr-West Mülheim.
