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Lernwelten Hochschule Ruhr West Mülheim

Innenräume für vielseitige Hochschulkultur

Die Innenarchitektur der Hochschule Ruhr West folgt einem klaren Anspruch: Räume schaffen, die unterschiedliche Formen des Lernens ermöglichen und zugleich Orientierung, Offenheit und Identität vermitteln. Die Lernwelten des Campus sind so konzipiert, dass sie konzentriertes Arbeiten genauso zulassen wie projektbezogene Teamarbeit oder informelle Begegnungen.

Vernetzte Innenräume als Herzstücke des Campus, die Foyers, Höfe und Baukörper zu einem zusammenhängenden Lern- und Begegnungsraum verbinden.


Adaptierbare Lernzonen auf Basis eines asymmetrischen Zweibundsystems, das Gruppenräume, Seminarräume und offene Lernbereiche flexibel kombiniert.


Lernen als räumliches Kontinuum zwischen Bibliothek, Hörsaalzentrum und Mensa, das konzentrierte Wissensarbeit, Austausch und informelles Lernen gleichermaßen unterstützt.

Die Foyers der Institute und Sonderbauten bilden die zentralen Innenräume des Campus. Sie knüpfen an den öffentlichen Raum an, schaffen Durchblicke zu den Höfen auf dem Campus und verbinden die Baukörper miteinander. Diese Innenräume sind nicht nur Erschließungszonen, sondern präzise gestaltete Aufenthaltsorte, die den Austausch fördern und gleichzeitig Orientierung geben.

Die Institutsgebäude folgen einer Grundstruktur, die flexible Anpassungen erlaubt. Das asymmetrische Zweibundsystem ermöglicht unterschiedlichste Raumtypen: Gruppenräume, Seminarräume, projektorientierte Arbeitsplätze oder offene Lernzonen. Die dezentrale Lüftungstechnik unterstützt diese Flexibilität durch Anpassungsfähigkeit und kurze technische Wege.

Die Bibliothek ist als vielschichtiger Lernraum konzipiert, in der Materialität und Möblierung eine klare, ruhige Atmosphäre erzeugen. Flexible Arbeitstische, lineare Möblierungssysteme und offene Regalanlagen ermöglichen unterschiedliche Lernmodi, von Einzelarbeit bis Gruppenarbeit. Durchgehende Sichtachsen verbinden die Arbeitsbereiche mit dem Außenraum, während akustisch wirksame Materialien und Zonierungen eine ruhige Grundstimmung sichern.

Die Innenarchitektur des Hörsaalzentrums setzt auf robuste, langlebige Materialien, die dem intensiven Gebrauch einer Hochschule standhalten. Holzoberflächen und textile Paneele verbessern Raumakustik und Atmosphäre, während die Möblierung auf Ergonomie ausgelegt ist. Technische Einbauten wie Medientechnik, Beleuchtung und Akustikelemente sind präzise integriert und bleiben visuell zurückhaltend. So entsteht eine Lernumgebung, die funktional, zugänglich und intuitiv nutzbar ist.

Die Mensa bildet einen der charakterstärksten Räume des Campus. Sichtbare Tragwerkselemente und die in verschiedenen Rottönen durchscheinenden Fassadenelemente schaffen in Kombination mit den Farb- und Materialwechseln im Innenraum eine atmosphärische Tiefe, die den Raum prägt. Unterschiedliche Sitzlandschaften, von längeren Tafeln bis zu kleinteiligeren Gruppentischen, ermöglichen gemeinsames Essen ebenso wie informelles Lernen.

Projekt
Lernwelten Hochschule Ruhr West
Ort
Mülheim an der Ruhr
Auftraggeber
BLB NRW
Partner
ARGE HPP / ASTOC
BGF
62.500 m²
Fertigstellung
2016
Nutzung
Innenräume für Lehre, Forschung, Bibliothek, Hörsaalzent-rum, Mensa, Lern und Arbeitsräume
Auszeichnungen
Auszeichnung guter Bauten 2017 BDA Mülheim; iF Design Award 2017


Mehr dazu, wie aus einem ehemaligen Bahnareal ein vernetzter Hochschulcampus mit klar gegliedertem Ensemble, offenen Höfen und sichtbarer Lehre entstanden ist und wie die Architektur die Bühne für die Innenräume bildet: Zum Architektur- und Generalplanungsprojekt Hochschule Ruhr West, Mülheim