Revitalisierung Lohrheidestadion Bochum

Von der regionalen Kultstätte zur internationalen Leichtathletik-Arena
Die Revitalisierung des Lohrheidestadions verbindet komplexe Anforderungen: internationale Wettkampfnormen, multifunktionale Nutzung, nachhaltige Bauweise und den Identitätserhalt. Das Ergebnis ist eine zukunftsfähige Sportstätte mit hoher regionaler und überregionaler Bedeutung, deren Architektur die Identität des Ortes bewahrt und durch eine klare, sportlich-elegante Designsprache sowie ein nachhaltiges Gesamtkonzept weiterentwickelt.
Transformation des Bestands zu einer modernen, multifunktionalen Leichtathletik-Arena gemäß internationalen „World Athletics“ Standards
Neue Westtribüne und Hauptgebäude: Hospitality-, Medien- und Funktionsbereiche für flexible Nutzung
Einziges Stadion in NRW, das die höchsten Anforderungen des Deutschen Leichtathletik-Verbands DLV erfüllt
Im laufenden Betrieb: Trainings- und Spielbetrieb der Vereine blieb während der Bauzeit weitgehend gewährleistet
Erhalt und Re-Use: Bestandstribünen wurden saniert, Sitzschalen erneuert, Materialien wiederverwendet
Neben der klaren Architektursprache standen das gemeinsame Erlebnis für die Fans sowie multifunktionale Nutzungsmöglichkeiten im Vordergrund. Das Stadion ist zum zentralen Austragungsort für nationale und internationale Sportgroßveranstaltungen geworden, darunter die FISU World University Games 2025 und die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften. Mit einer Kapazität von rund 16.400 überdachten Tribünenplätzen erfüllt die Anlage alle Lizenzauflagen.
Eine neue Westtribüne komplettiert im stimmigen Dialog mit den Seitentribünen das Stadion und etabliert sich als neue Haupttribüne. Sie integriert erstmals Hospitality-Bereiche, Medienarbeitsplätze und Funktionsräume. Angeschlossen ist das neue Hauptgebäude als eigenständiger Baukörper. Seine flexible Raumstruktur und der unabhängige Zugang ermöglicht Nutzungsszenarien über den Spielbetrieb hinaus, von Konferenzen bis zu vielfältigen Veranstaltungsformaten.
Die neuen Tribünendächer knüpfen an die identitätsstiftende Tragstruktur des Bestands an und verleihen dem Stadion eine dynamische Silhouette. Eine neue metallerne, zu 100 % recyclebare Außenhaut verbindet alle Bauteile zu einem klaren Ensemble mit moderner, eleganter Ausstrahlung.
Neben dem Stadion ist ein Sport- und Bewegungsareal mit Kampfbahn, Vereinsheim und Freilufthalle entstanden. Diese Anlagen stärken den Breitensport und die gesundheitsorientierte Stadtentwicklung in Wattenscheid. Das Areal wird für die Stadtöffentlichkeit geöffnet und bietet Mehrwert für Vereine und Quartier.
Das Konzept verbindet Energieeffizienz, Ressourcenschonung und ökologische Aufwertung in einem ganzheitlichen Ansatz. Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage mit großflächiger Erweiterungsmöglichkeit. So kann der Betrieb der Geothermie Anlage mit Wärmepumpe und Erdsondenfeld zukünftig CO2 neutral betrieben werden. Dachbegrünungen, Regenwassermanagement mit Rückhaltung und Versickerung sowie wasserdurchlässiges Ökopflaster reduzieren die Umweltbelastung und verbessern die Biodiversität. Die Wiederverwendung von Materialien und die Sanierung bestehender Tribünen unterstreichen den Anspruch, Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit zu verbinden.
- Projekt
- Revitalisierung Lohrheidestadion
- Ort
- Bochum
- Auftraggeber
- Stadt Bochum
- Partner
- Hellmich Unternehmensgruppe
- BGF
- 10.500 m², ca. 16.400 Zuschauerplätze
- Fertigstellung
- 2025

