
maxfrei Düsseldorf


Vom Gefängnisareal zum offenen Quartier
Mit maxfrei ist in Düsseldorf-Derendorf ein neues Stadtquartier entstanden, das Wohnen, Arbeiten und Freizeit in einem durchmischten Umfeld vereint. Innerhalb dieser heterogenen Struktur bildet Baufeld 3 ein eigenständiges Ensemble, das sich aus dem Geist des Ortes entwickelt. Die Architektur greift die Geschichte des Geländes auf und übersetzt sie in eine zeitgemäße Formensprache, die Vielfalt und Einheit miteinander verbindet.
Ein Wohnbaukörper auf Baufeld 3 im neuen gemischt genutzten Stadtquartier maxfrei
170 Wohneinheiten auf dem Gelände der ehemaligen JVA „Ulmer Höh“
„Vielfalt und Einheit“ als Leitgedanke für einen homogenen Baukörper mit heterogenen Einheiten
Grüner Innenhof und belebte Dachlandschaft vernetzen das Gebäude analog mit dem Quartier, die Quartiersapp digital
Das Projekt nutzt eine der letzten großen innerstädtischen Konversionsflächen und überführt das Areal der ehemaligen Justizvollzugsanstalt in ein lebendiges, autofreies Quartier. Der Name steht für die Idee maximaler Freiheit in einem Quartier mit hoher Aufenthaltsqualität und vielfältigen Wohnangeboten für unterschiedliche Lebensmodelle.
In der Einbindung des großen Bauvolumens in das dichte gewachsene Umfeld lag die Herausforderung. Die Lösung: eine vertikale Gliederung, die sich maßstäblich einfügt und klare Adressen schafft. Die Ausbildung einer Sockelzone verankert das Gebäude im Stadtraum, während die Höhenstaffelung auf die umgebende Bebauung reagiert und eine markante Silhouette erzeugt.
Die Fassade ist in geklinkertem Relief ausgeführt und nimmt Bezug auf die denkmalgeschützte Kapelle im Zentrum des Quartiers. Variationen in Farbe und Struktur rhythmisieren die langen Gebäudefronten und schaffen identifizierbare Einheiten. Dieses Spiel aus Tiefe und Textur verleiht dem Baukörper eine prägnante Präsenz und sorgt für eine lebendige Wirkung im Stadtraum.
Die differenziert ausgebildete Dachstruktur erweitert die Wohnqualität nach oben. Gestaffelte Terrassen und Dachgärten schaffen private Rückzugsorte. Begrünung und Photovoltaik verbinden ökologische Aspekte mit Aufenthaltsqualität.
Der Innenhof sowie das vernetzte Grünflächen- und Wegesystem sind als geschützter Grünraum konzipiert, der Aufenthaltsqualität bietet und die Durchlässigkeit des Quartiers unterstreicht. Die Quartiersapp ergänzt die bauliche Struktur um eine digitale Ebene. Sie ermöglicht Kommunikation, Serviceangebote und Sharing-Konzepte, von der Paketannahme bis hin zur Buchung von Gemeinschaftsräumen.
- Projekt
- maxfrei
- Ort
- Düsseldorf
- Auftraggeber
- INTERBODEN Gruppe im Joint-Venture mit HAMBURG TEAM Projektentwicklung
- BGF
- 25.200 m²
- Fertigstellung
- 2025
- Auszeichnungen
- polis Award – 2. Platz Urbanes Flächenrecycling


